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A Gringo Like Me (2004)
autlaw | 19. November 2007  | English

(2 Ratings)
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Sorry, Mr. Jackson

Und wieder einmal ist es an der Zeit, eine neue Sendereihe aus der Taufe zu heben. Diesmal allerdings nicht, um aktuelles Material zu präsentieren. Vielmehr wollen wir die Tiefen unseres Archivs nach aussergewöhnlichen Fundstücken und einmaligem Treibgut durchstöbern.
Der Titel der Reihe:
Alte Hüte - Songs & Pics aus der Schublade.

Manche der Tracks, die wir in diesem Rahmen vorstellen werden, finden sich auch in den Playlists auf der Seite des jeweiligen Artists. (Nicht wenige davon wurden bereits viele Male downgeloadet.) Andere wurden nie veröffentlicht (und das nicht selten aus gutem Grund).

Hier kannst Du diese Tracks nun bewerten, Deinen Senf dazu abgeben - und uns so mitteilen, was Du davon hältst. Darüber hinaus findest du hier Backgroundinfo zur Entstehung und Bedeutung des Songs, private Videoclips, Bildergallerien, Referenzen, Links, Outtakes u. v. m.

Was natürlich auch auf den Track zutrifft, dem wir uns in der heutigen, ersten Ausgabe dieser Reihe widmen wollen…

Alter Hut #1

A Gringo Like Me (198)

Die Story zum Song
‘A Gringo Like Me’ ist nicht nur der bis dato am häufigsten downgeloadete Track unserer Plattform. Es ist auch der erste (und bislang einzige) Track, der mehrere Wochen lang landesweit im Radio gespielt wurde und mir in der Folge die allererste Fanpost meines Lebens bescherte.
Dass dem so ist - so wage ich zu behaupten - liegt allerdings weniger an meinen Skillz als Rapper (geschweige denn, meinem Gymnasiasten-Englisch) als an dem Sample, dem der Track seine Hookline und seinen Titel gleichermaßen verdankt.
Dieses fand ich, ganz und gar unspektakulär, als ich meine Schallplattensammlung auf der Suche nach einem ebensolchen Sample durchstöberte, und zwar auf einer Platte mit Filmmusik aus den späten Sechzigerjahren.

Noch hatte ich weder eine Idee, noch ein Thema. Doch es war Herbst 2002. Die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak wurde mittlerweile mit einem solchen Eifer vorangetrieben, dass man beinahe daran hätte glauben mögen. Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass ein neuer Krieg ausbrach.
Und so entstand ‘A Gringo Like Me’ - mein kleiner, nicht gerade einfallsreicher Beitrag zum internationalen Protest gegen das Cowboygehabe der USA.
(Und natürlich - das ist typisch für mich - dauerte es von der Komposition bis zum finalen Mixdown wieder einmal viel zu lange; letzten Endes war George, das Doppel-U, doch schneller…)

Der Protestsong-Contest
Wieder ein halbes Jahr später, im Herbst 2003, erreichte mich ein Anruf meines alten Freundes yXee: er habe da auf fm4 von einem “Wettbewerb für Protestlieder” gehört - Ob das nicht etwas für mich wäre? Naja, dachte ich, warum eigentlich nicht? Und röstete flugs eine kleine Silberscheibe, die ich ans Funkhaus in der Argentinierstraße schickte. Ohne zu wissen, worauf ich mich da einließ…

Das wurde mir klar, als ich mich wenige Wochen später - zusammen mit vierundzwanzig anderen Acts - im Halbfinale in der Wiener Hauptbibliothek wiederfand. Aus uns, hieß es, würden nun jene 10 Bands ausgewählt, die im Februar 2004 beim Großen Finale des 1. Protestsong-Contests im Rabenhoftheater live gegeneinander antreten sollten.
Fein. Das Problem war nur, dass eine Band mit Namen “Autlaw” nicht existierte…

Andererseits - wozu hat man Freunde? Und so wurde das Finale des 1. Protestsong-Contests gleichzeitig zur Geburtsstunde der Redcross Allstarz: Andi Leeb aka phr3ak, der Drummer von Rocquette, wurde vorübergehend zum Support Rapper; yXee schlüpfte, ausgerüstet mit meinem alten VS-1680, in die Rolle des DJ - und gemeinsam ging es am Abend des 12. Februar 2004 auf die Bühne des seit Tagen ausverkauften Rabenhoftheaters in Wien.

Wer sich bereits auf unserer Seite umgesehen hat, kennt sicher auch die Bilder in unserer Online-Gallerie, auf denen jener allererste Autlaw-Auftritt dokumentiert ist.
Hier nun - erstmals hervorgeholt aus den Tiefen meines privaten Fundus - ein bislang unveröffentlichter Video-Mitschnitt, aufgenommen mit vollem Körpereinsatz vom phamosen Phillipp Toscani (Eighty3.org):

Eine Anekdote am Rande
Dass eines der weiblichen Jury-Mitglieder meinte, sie könne unseren Auftritt nicht beurteilen, da sie zu dem Zeitpunkt “beim Pinkeln” gewesen sei, mag als Anekdote am Rande gelten; ebenso die Geschichte von Stefan Weber (Drahdiwaberl), der uns einen Punkt schenkte - für den Autlaw-Aufdruck auf unseren Shirts. (Letzten Endes reichte es für den 5. Platz aus über 350 Bewerbern).

Für mich aber fand die eigentliche Anekdote zu “A Gringo Like Me” erst später statt: und zwar im Frühjhr 2005, als ich während einer Autofahrt zum ersten Mal den zeitgleich entstandenen Track “Geld oder Liebe” von den Massiven Tönen hörte (wo, wenn nicht auf fm4).

Denn diese Anekdote zeigt einmal mehr, wie klein die Welt im Grunde genommen ist. Und dass auch die Großen nur mit Wasser kochen.

Worin diese Anekdote besteht? Nun - das, werter Leser, musst du schon selbst herausfinden…


    

Eine erste Reaktion auf “ A Gringo Like Me (2004) ”

  1. autlawmusic.com » Aufnahme läuft (2006) meint:
    1

    […] Protestsong-Contest Nach dem Erfolg von Autlaw’s A Gringo Like Me beim 1. Protestsong-Contest von Radio fm4 drei Jahre zuvor erschien es uns deshalb nur logisch, es […]

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